B3 - Kellerbrand

Nr.: 
26
Datum: 
09.12.2013
Uhrzeit: 
10:17 Uhr
Ort: 
Illerrieden, Deutschordenstraße

Einsatz in Illerrieden: Feuer im Feuerwehrhaus

Bei sich selber gelöscht hat die Feuerwehr in Illerrieden. Im Keller ihres Hauses war ein Brand ausgebrochen. Umgeben von Rauch, holten die Retter Autos und Ausrüstung aus dem Haus. Fünf mussten zum Arzt.

Als die Ulmer Feuerwehr-Leitstelle bei der Alarmierung am Montag um 10.17 Uhr als Einsatzort Deutschordenstraße 9 angab, wurden die Illerrieder Feuerwehrleute hellhöriger als sonst: Deutschordenstraße 9 ist die Adresse ihres Gerätehauses. Tatsächlich wurden sie dort von aus dem Gebäude dringendem Rauch empfangen. Bei Schweißarbeiten zur Erneuerung der Heizanlage im Keller war Dämmmaterial in Brand geraten.

Einer der beiden Monteure, ein 56-Jähriger, erlitt eine Rauchvergiftung und wurde in eine Klink eingeliefert. Die Handwerker hatten versucht, das Feuer selbst zu löschen. Das gelang erst den Hausherren unter Leitung ihres Abteilungskommandanten Matthias Fischbach, unterstützt von den beiden anderen Feuerwehr-Abteilungen der Gemeinde aus Dorndorf und Wangen. „Das ging Hand in Hand, wie bei einer Übung“, sagte Fischbach. Das Gerätehaus diene oft genug als Übungsobjekt.

Zunächst hatten die Illerriedener Feuerwehrleute jedoch ihre Fahrzeuge und ihre Einsatzkleidung aus dem Gebäude holen müssen. Manche von ihnen waren kurzzeitig dem nach oben ziehenden Rauch ausgesetzt. „Alles ist sicher abgelaufen“, versicherte Fischbach. Vorsorglich wurden aber fünf Feuerwehrleute in einer Ulmer Klinik untersucht, kamen nach Angaben von Bürgermeister Jens Kaiser aber am Nachmittag wieder zurück.

Am Ort des Geschehens war am Montag auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Stefan Pistel aus Dietenheim. Mit insgesamt vier Atemschutz-Trupps sei das Feuer rasch gelöscht gewesen, berichtete er. Fischbach und seine Leute sahen am Montag nach dem Löscheinsatz ihre Aufgabe darin, die Abteilung so rasch wie möglich wieder einsatzfähig zu machen. „Wir bringen unsere Geräte, Kleider und Spinde schnell wieder auf Vordermann“, sagte Fischbach.

Durch Ruß stark in Mitleidenschaft gezogen wurden laut Jens Kaiser allerdings der Funkraum, der Schulungsraum und die Küche. Über Wochen werde das Gerätehaus nicht normal genutzt werden können. Weil ein Schaltschrank zerstört wurde, sorgte ein Elektriker für eine Notversorgung. Die Höhe des Schadens konnte Kaiser noch nicht beziffern. Die Versicherung habe einen Gutachter eingeschaltet. Die Polizei nannte nach einer ersten Schätzung eine Schadenshöhe von rund 40.000 Euro.

Quelle: Südwest Presse, Illertal Bote vom 09.12.2013, www.swp.de